Florian Thürkow, Geschäftsführer UMGEODAT
Über uns

Ein Geodaten-Büro aus Halle, bewusst keine Agentur.

Wir sind ein kleines Fachbüro aus Halle (Saale), das seit 2011 selbst schreibt, selbst rechnet und selbst validiert. Was wir ausliefern, verantworten wir am Ende auch persönlich.

Gegründet 2011 Prof. (Tenure-Track) BFH Bern Hugo-Junkers-Preis AIS 2026, 1. Platz Peer-reviewte Methodik

Angefangen hat alles 2011 mit einer einfachen Beobachtung: Fachbehörden hatten Daten, aber keine Werkzeuge, während Beratungen zwar Werkzeuge hatten, aber kein fachliches Interesse. Die Lücke dazwischen wurde gross, weil niemand beide Sprachen sprach, und wir haben diese Lücke zu unserem Arbeitsplatz gemacht.

Der Betrieb firmiert als Umwelt- und GeodatenManagement GbR und wird von Florian Thürkow geführt, Diplom-Informatiker (BA) und M.Sc. Geoökologie, mit laufender Dissertation an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Bereich Fernerkundung und GeoAI. Das Büro liegt klein und ruhig in der Steffensstraße in Halle, nahe der Saale und nicht weit von der Universität, aus der die engen Verbindungen zur Forschung gewachsen sind.

In den ersten Jahren haben wir viel für Kommunen gearbeitet – Biotop-Kartierungen, Pflege- und Entwicklungspläne und die übrigen Themen, die ein Geodaten-Büro in Sachsen-Anhalt typischerweise angefragt bekommt. Was uns dabei aufgefallen ist: Die Auftraggeber wollten Ergebnisse, die sie auch zwei Jahre später noch verstehen, also keine Blackbox und kein dauerhaftes Abo, sondern ein dokumentiertes Verfahren, das im Haus bleibt. Diese Haltung haben wir mitgenommen.

„Wir bauen Systeme, die ohne uns weiterlaufen. Das ist der Punkt."

2016 kam der erste Hugo-Junkers-Preis für angewandte Forschung, verliehen für eine Entwicklung zur automatisierten Erfassung von Ackerwildkräutern. Zehn Jahre später, im Jahr 2026, folgte der erste Platz beim AIS Expert Circle für unsere Forschung zur Detektion des Feldhamsters mit KI und Drohne. Dazwischen lagen viele Projekte, die nicht in Preisvitrinen gelandet sind, aber in Berichten, in Kartenwerken und in Förderentscheidungen weiterleben – die Arbeit, die bleibt.

Was uns vom Marktumfeld unterscheidet, ist eine bewusste Entscheidung: Wir wollen keine Agentur sein. Agenturen wachsen über Personalstärke und Standardisierung, wir wachsen stattdessen über Tiefe und Verantwortung für einzelne Projekte. Das bedeutet ein kleines Team mit hoher Fachdichte und direktem Kontakt zwischen dem Menschen, der mit dem Kunden spricht, und dem Menschen, der die Zeile Code schreibt.

Seit 2023 gibt es eine zweite Marke, CRIFORA. Unter diesem Namen bündeln wir die Forschungs- und Produktarbeit, die aus Projekten heraus entsteht, zum Beispiel die KI-Modelle für die Artendetektion oder die Monitoring-Plattformen, die in mehreren Projekten gleichzeitig zum Einsatz kommen. CRIFORA ist die Antwort auf eine Frage, die uns Kunden lange gestellt haben: „Was davon ist Produkt, was ist Projekt?" Heute ist die Trennung klar: UMGEODAT liefert Projekte, CRIFORA entwickelt Produkte.

Eine dritte Ebene ist Florian Thürkow selbst – als Autor in Fachzeitschriften, als Gutachter, als Sprecher auf Tagungen und als Hochschullehrer. Zwischen 2020 und 2024 war er Tenure-Track-Professor für Informationssysteme an der Berner Fachhochschule und hat dort Requirements Engineering, Datenbank- und ERP-Systeme in den Bachelor-Programmen verantwortet; heute unterrichtet er Datenbanksysteme an der IU Internationalen Hochschule sowie GIS und Fernerkundung im Masterprogramm der Hochschule Anhalt. Die Lehre ist für uns keine Nebenbeschäftigung, sondern Teil der Methode, denn ein Büro, das in der Wissenschaft nicht vorkommt, verliert den Zugang zum Stand des Wissens – und ein Büro, das nur in Papers auftaucht, verliert den Zugang zur Praxis. Wir arbeiten an beiden Stellen gleichzeitig, und das prägt, wie wir Projekte aufsetzen.

Messbar wird das in Zahlen: über 1,2 Millionen Euro Drittmittel in mehr als sechs Verbundprojekten, drei peer-reviewte Publikationen aus den Jahren 2024 und 2025 (Sustainability, AgriEngineering, Remote Sensing) und über fünfzehn Jahre Erfahrung an der Schnittstelle von Geodaten, KI und Umwelt. Das Promotionsverfahren zur multisensoralen Methodik für hochauflösendes Umweltmonitoring an der MLU Halle-Wittenberg befindet sich in der Abschlussphase.

„Wir sind klein, damit wir ehrlich bleiben können."

Wie viele Menschen wir sind, hängt vom Projekt ab. Der Kern ist schlank. Für grössere Vorhaben arbeiten wir mit festen Partnerinnen und Partnern aus der Fernerkundung, der Biologie, der Datenwissenschaft und der Kartographie. Wir nennen das Partner-Netz ungern „Team", weil jede Person in diesem Netz selbst ein Fach vertritt. Niemand ist hier Generalist. Das hat Vorteile und Grenzen, und wir sind bei beiden Punkten ehrlich.

Wichtig sind uns Transparenz im Verfahren, Daten, die auch nach der Schlussrechnung im Haus des Kunden bleiben, Methodiken, die in Paper-Form reproduziert werden können, und eine Projektkommunikation, die ohne Marketing-Vokabular auskommt. Unsere Preise basieren auf Stunden, nicht auf Luft, und wir sagen gelegentlich auch „Nein, dafür sind wir nicht die Richtigen" – das kommt öfter vor, als man denkt.

Nicht wichtig ist uns, der Schnellste, der Grösste oder in der ersten Reihe zu sein. Wir haben in fünfzehn Jahren gelernt, dass die interessantesten Arbeiten die sind, bei denen man sich Zeit zum Denken nehmen kann, und genau diese Arbeiten wollen wir machen. Deshalb sagen wir konsequent, was wir nicht tun, weil das am Ende das Profil schärft.

Wer das liest und denkt „Klingt nach Arbeit, aber nicht nach Entertainment", hat uns richtig verstanden.

Marken-Architektur

Drei Ebenen auf einem gemeinsamen Fundament.

Unsere Arbeit steht auf drei Namen, die zusammen ein Bild ergeben und klar getrennt sind, damit man jederzeit weiß, wer was liefert.

01 Die Firma

UMGEODAT

Die GbR aus Halle, in der Projekte akquiriert, bearbeitet und abgerechnet werden – hier liegen die Verträge und die operative Verantwortung.

02 Die Produkte

CRIFORA

Die Produkt- und Forschungsmarke, unter der Monitoring-Plattformen, KI-Modelle und wiederverwendbare Methodik entstehen – der Ort, an dem sich Arbeit aus mehreren Projekten bündelt.

03 Die Person

Florian Thürkow

Ehemaliger Tenure-Track-Professor für Informationssysteme an der Berner Fachhochschule und heute Hochschuldozent an IU und HS Anhalt, Autor in Fachzeitschriften, Gutachter und Sprecher – der Name, der auf Papern steht und in Hörsälen vertreten ist, bildet die fachliche Rückseite des Unternehmens.

Haltung

Woran Sie uns erkennen.

Das machen wir.

  • Wir schreiben den Code, den wir ausliefern, selbst.
  • Wir dokumentieren Verfahren so, dass sie auch ohne uns reproduzierbar sind.
  • Wir machen transparente Preise, basierend auf Zeit.
  • Wir veröffentlichen Methodik in Fachzeitschriften, wenn sie neu ist.
  • Wir übergeben Daten und Systeme vollständig. Auch die Passwörter.
  • Wir sagen ab, wenn wir nicht passen.

Das machen wir nicht.

  • Wir bieten keine dauerhaften Abos an, die Ihre Daten bei uns halten.
  • Wir bauen keine Alibi-Kartenanwendungen für Präsentationen.
  • Wir empfehlen keine Software, nur weil wir dafür Provision bekommen.
  • Wir arbeiten nicht für Organisationen, die Umweltfragen auf Marketing reduzieren.
  • Wir machen keine Auftragsstudien, deren Ergebnis schon feststeht.
  • Wir geben keine Zusagen zu Abgabeterminen, die wir nicht halten können.
Fakten

Das Büro in Zahlen.

2011Gründung in Halle
15+Jahre operative Arbeit
1,2 Mio €eingeworbene Drittmittel in Verbundprojekten
Peer-reviewtMethodik in Fachjournals publiziert
3Hochschulen mit aktiver Lehre
Partner-Netz

Mit wem wir arbeiten.

Wir sind klein, aber nicht allein: Für grössere Vorhaben greifen wir auf ein festes Netz aus Fachkolleginnen und Fachkollegen zurück und zeigen an dieser Stelle die Felder, mit denen wir regelmäßig arbeiten, anstatt einzelne Namen aufzuführen.

Feld A

Fernerkundung

Satelliten-Zeitreihen, Sentinel-Verarbeitung und die Berechnung spektraler Indizes für unterschiedliche Landnutzungsfragen.

Feld B

Biologie & Ökologie

Arten-Erfassung, Habitat-Bewertung und die Dokumentation von Ausgleichsflächen mit belastbaren Methoden.

Feld C

Datenwissenschaft

Machine Learning für räumliche Daten, sorgfältige Validierung und reproduzierbare Pipelines als Grundlage.

Feld D

Kartographie

Lesbare Karten mit durchdachtem Layout für Druck und Web und eine konsistente Signatur-Systematik.

Kontakt

Klingt nach einer Zusammenarbeit?

Ein Erstgespräch dauert dreißig Minuten, in denen wir zuhören, die Fragestellung einordnen und am Ende sagen, ob wir fachlich passen – Sie verlassen das Gespräch mit einer ehrlichen Einschätzung, auch dann, wenn wir selbst nicht die Richtigen sind.

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